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: Handakte WebLAWgSpringer druckt keine Linken-Anzeigen
By Handakte
Der Springer-Chef speist gern mit Gysi zu Mittag, verweigert der Linkspartei aber den Abdruck von Anzeigen. Im sonntaz-Interview spricht er über Lidl und lobt Bild-Chefredakteur Diekmann als Künstler.
Der Medienkonzern Axel Springer wird auch im Wahljahr keine Anzeigen der Linkspartei drucken. “Die Linkspartei wird in einzelnen Plattformen vom Verfassungsschutz beobachtet”, sagte Unternehmenschef Mathias Döpfner zur Begründung im sonntaz-Interview. Paradox: Während die Linke für Bild, Welt oder Hamburger Abendblatt tabu ist, schwärmte Döpfner von Mittagessen mit dem Linksfraktions-Chef Gregor Gysi. “Stets amüsant und interessant” seien die Gespräche mit ihm. “Ihn nicht zu treffen, weil wir die Linke für eine SED-Nachfolgeorganisation halten, das wäre ein ganz borniertes und illiberales Verhalten.” Gysi nimmt auch an der laufenden Werbekampagne von Bild teil.
In dem Interview weist Döpfner den Vorwurf zurück, die Zeitungen von Springer hätten aus wirtschaftlichem Kalkül zurückhaltend über den Bespitzelungsskandal beim Discounter Lidl im Jahr 2008 berichtet. Damals brachte die Bild einige Zeilen im Innenteil, die Berliner B.Z. nur einen Einkaufstipp und die Welt sparte sich einen Kommentar. Kurz darauf erschienen bezahlte Sonderseiten namens “Welt dialog“, auf denen Lidl sich erklären durfte. (…)
Quelle: taz vom 16.05.2009
Full post as published by Handakte WebLAWg on May 16, 2009 (boomark / email).

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