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International Law
: jurabilis - German bLAWg from Berlin.Suizid der Filesharer
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Viele Filesharer stehen in dieser Woche vor den Scherben ihres besten Portals. Das meint nicht eMule, Morpheus, KaZaa oder gar Napster, sondern das allseits beliebte gulli Board. Die Aorta des Boards war die sog. „Börse“. Nach Aussage des inzwischen in Österreich ansässigen Betreibers, führen die Konflikte mit den Rechteinhabern getauschter Daten, zum drastischen Ende: Der fast vollständigen Schließung der Börse.Das Rezept zum Erfolg im gulli, war das konsequente Offenhalten einer Kommunikationsmöglichkeit für Filesharer. Angebotene Daten wurden bei kostenlosen Sharehostern eingestellt und standen damit dauerhaft, schnell und einfach zur Verfügung. Da Sharehoster, Board Betreiber und Filesharer fast immer in verschiedenen Ländern ansässig waren, fiel es schwer, dem Datenfluss das Wasser abzugraben.
Das jähe Ende näherte sich wohl, mit der zunehmenden Kommerzialisierung des gulli. Wären die Betreiber mit einer Domain auf den Fidschiinseln registriert und mit einigen Banner-Euro zufrieden, könnte das Portal sicher sehr lange weiterlaufen. Da man stattdessen aber vorzog, große online Marketing-Träume zu träumen, musste auch eine kontraktfähige Gesellschaft her. Diese ist, zumindest in Deutschland und Österreich, für die hiesigen Gerichte greifbar. Die Schließung der Börse war somit unvermeidbar. Ein letztes Aufbäumen der Gemeinde und der Versuch, die Erfolgsstory des Boards fortzusetzen, scheiterten am jungen und unerfahrenen Gemüt der Akteure. Den geplanten „offenen gulli“ wird es damit auch nicht geben.
Vielleicht ist das die Lösung, nach der die Platten- und Filmindustrie so krampfhaft suchen: Einfach aussitzen. Wer Geld mit der Sache machen will, wird verwundbar, alle anderen verlieren früher oder später das Interesse.
Full post as published by jurabilis - German bLAWg from Berlin. on August 14, 2008 (boomark / email).
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