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: Handakte WebLAWgRecht muss Recht bleiben
By Handakte
Auge um Auge, Zahl um Zahl: Noch-Bahnchef Hartmut Mehdorn will auch nach seinem vorzeitigen Abschied vom Vorstandsposten bei der Deutschen Bahn nicht auf sein Gehalt verzichten. Mit seinem Rücktrittsangebot (”Ich habe dem Aufsichtsratsvorsitzenden die Auflösung meines Vertrages angeboten”) befindet er sich juristisch betrachtet schon einmal auf der sicheren Seite.
Er bietet seine Arbeitskraft weiter an, aber die Bundesregierung als Arbeitgeber möchte gerne darauf verzichten. Das ist ihr gutes Recht - nur muss sie sich darüber im Klaren sein, dass auch sie sich an bestehende Verträge halten muss. Ergo, dass sie zahlen muss.
Mehdorns Vertrag läuft bis Mai 2011. So lange hätte er den letzten deutschen Staatskonzern gelenkt. Als Fixgehalt hat der 66 Jahre alte Bahnchef im vergangenen Jahr 750.000 Euro kassiert, dazu kommen variable Bezüge. In den vergangenen Jahren sollen die Boni teils dreimal so hoch wie das Festgehalt ausgefallen sein.
Gemessen an dem Job, den Hartmut Mehdorn über viele Jahre sehr erfolgreich erledigt hat, ist das bescheidene Millionengehalt für den ausgebildeten Ingenieur ein Witz. Mehdorn als Angestellter in der Privatwirtschaft hätte mit seinem Wissen und seiner Erfahrung locker ein Mehrfaches kassieren könnte. Oder anders formuliert: Der einstige Chef der Deutschen Airbus und der Heidelberger Druckmaschinen AG hat bei der Bahn über Jahre hinweg einfach viel zu wenig verdient. (…)
Quelle: Süddeutsche vom 08.04.2009
Full post as published by Handakte WebLAWg on April 08, 2009 (boomark / email).

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