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International Law
: NetbibVerlage: Mit aller Macht privaten Profit aus der Wissenschaft ziehen
By Juergen Plieninger
Diesen Beitrag aus Archivalia sollte man gelesen haben, da bekommt man das rechte Bild über die Verlage vermittelt: Profit machen und Konkurrenz vermeiden um jeden Preis. Der Börsenverein zieht gegen die von Bibliotheken betriebenen Volltextserver und damit gegen Open Access vom Leder, indem er zum Entwurf des Thüringer Bibliotheksgesetzes und der darin formulierten Aufgabe, dass Biblioheken sich auch dem Publizieren widmen sollen bemerkt:
“(…) der Aufbau einer Infrastruktur für digitales Publizieren und damit die Übernahme verlegerischer Tätigkeiten weit darüber hinausgehen. Aus Sicht des Börsenvereins werden der öffentlichen Hand hiermit Aufgaben zugesprochen, die durch privatwirtschaftliche Unternehmen, d.h. Verlage, effizienter, nachhaltiger und kostengünstiger erfüllt werden (können).”
Völliger Quatsch, Verlage sind ineffizient (selbst größere Verlage fordern bei Sammelbänden von den Autoren frech alle Rechte und zahlen nichts; habe ich selbst so erlebt), wären ohne Bibliotheken nicht nachhaltig und kostengünstiger als ein Volltextserver kann gar kein Verlagsprodukt sein. Was soll denn im Zusammenhang mit dem Betrieb von OPUS-Servern “verlegerische Tätigkeit” heißen? Die Autoren laden ihre Dokumente selbst hinauf, die Arbeit der Bibliothek beschränkt sich auf Unterhaltung des Servers und ein Qualitätsmanagement, das nach formalen Kriterien vom Aufwand her schlank gestaltet werden kann und wird. Kann man nur hoffen, dass im Unterschied zur kostentreibenden, wissenschafts- und bildungsfeindlichen Urheberrechtsreform die Verlegerlobby diesmal keinen Erfolg hat. [Börsenverein-Stellungnahme in PDF]
Full post as published by Netbib on May 31, 2008 (boomark / email).
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